ICH ÜBER MICH

Ich bin 1968 in Graz geboren und in der Nähe aufgewachsen, habe zwei erwachsene Töchter und lebe in einer glücklichen Partnerschaft.

Von Beruf war ich 26 Jahre als Bankangestellte tätig, bis ich mich, nach meiner erfolgreich überwundenen Krebserkrankung dazu entschloss, diese Tätigkeit aufzugeben, um mich neu zu orientieren. Denn dieser Stress, den dieser Beruf mit sich brachte, trug einen Großteil zu meiner Erkrankung bei, wie ich später erkannte.

Nach meiner Ausbildung als Dipl. Mentaltrainerin bei der Mentalakademie Austria in Graz hatte ich den großen Drang, die Erkenntnisse welche sich daraus ergaben, an die Menschen weiter zu geben. Bis dato wusste ich jedoch nicht, dass das Erlernte zuerst mir selbst dienen sollte.

Meine Diagnose Krebs kam völlig unvorbereitet in mein Leben, plötzlich war nichts mehr wie vorher! Ich durchlebte anfangs eine Zeit der Wut, Angst, Unsicherheit und Verzweiflung, bis ich zu dem Punkt kam, an dem ich beschloss, dass die Krankheit keine Herrschaft über mich bekommen wird. Ich wollte selbst etwas tun, nicht dem Gefühl der Machtlosigkeit die Oberhand geben!

Auf Grund meiner Ausbildung hatte ich zum Glück die Möglichkeit um selbst aktiv sein zu können. Nun ging es darum, diese auch anzuwenden, den Fokus ganz auf das Gesundwerden zu lenken!

Für mich war das eine sehr intensive Zeit der Selbsterfahrung. Ich musste lernen mir einzugestehen, dass ich nicht alles kontrollieren kann, dass ich Vertrauen haben muss in mich und meine Selbstheilungskräfte. Auch musste ich lernen Hilfe anzunehmen. Es gab durchaus Phasen, wo mir das nicht ganz so gut gelang, wo ich einfach hemmungslos weinte und meinen Gefühlen freien Lauf ließ.

Aber auch das gehört dazu, es ist eine wichtige Verarbeitung dessen, was man gerade durch macht.

 

In Folge erkannte ich die Krankheit als Chance und änderte meine Lebensgewohnheiten, stellte meine Ernährung auf großteils vegetarische Kost um und achtete dabei sehr auf die Qualität der Nahrungsmittel. Zusätzlich versuchte ich mit Walking und leichten Yogaübungen wieder Bewegung in meinen Alltag zu bringen.

Ich wollte unbedingt aktiv etwas zu meiner Heilung beitragen!

Während dieser spannenden Zeit wandte ich viele Übungen aus dem Mentaltraining an.

Ich visualisierte Situationen der Gesundung, aktivierte bewusst meine Selbstheilungskräfte, versuchte stets in positiver Stimmung zu bleiben. Die Gedankenhygiene ist gerade in Zeiten solch einer Herausforderung enorm wichtig.

Zusätzlich arbeitete ich mit Entspannung und Meditationen, um meine Stabilität halten zu können. Vor allen vor den Therapien bereitete ich mich darauf vor, sodass ich so entspannt wie möglich zur Behandlung gehen konnte.

Ich versuchte meine Erkrankung sozusagen als Wink mit dem Zaunpfahl des Lebens zu sehen und überlegte, was sie mir sagen konnte, worin die Chance zu erkennen war.

Während meines 7-monatigen Krankenstandes hatte ich auch Zeit, mich auf meine neue berufliche Zukunft gut vorzubereiten.

Vor allem diese Vorbereitung, das Sammeln der Ideen, erfüllte mich mit Tatkraft, Mut und Zuversicht. Ich hatte Perspektiven für meine Zukunft und das war in dieser Zeit sehr wichtig für mich!

Sehr oft bekam ich erstaunte Reaktionen von Menschen in meiner Umgebung, sie alle waren überrascht wie positiv ich mit meiner Erkrankung umgehe, selbst im Krankenhaus wurde ich auf meine tolle Einstellung angesprochen.

Ich entsprach auf keinem Fall dem Bild einer an Krebs erkrankten Person, welches uns leider immer wieder vermittelt wird.

Ich muss jedoch zugeben, dass ich in der glücklichen Lage war, eine recht "sanfte" Chemotherapie bekommen zu haben. Aber selbst bei aggressiveren Formen ist die Medizin heute schon so gut entwickelt, dass es Begleitmedikamente gibt, welche die oft schlimmen Nebenwirkungen stark reduzieren können, sodass Ihre Lebensqualität so gut als möglich erhalten bleibt! Haben Sie keine Angst davor und vertrauen Sie auf Ihre Genesung!

 

Während dieser intensiven Zeit kristallisierte sich immer mehr der Wunsch heraus, mit meinen Erfahrungen und meiner Ausbildung anderen Menschen zu helfen!

 

Dankbar bin ich aus tiefstem Herzen für die Unterstützung, welche ich vor allem von meiner Familie, wie auch von Freunden bekommen habe. Es gab durchaus Zeiten, in denen ich nicht ganz so stark war und da fühlte ich mich getragen von all meinen Lieben!

Vielen Dank an dieser Stelle an Wolfgang und Andrea für eure seelische, mentale und energetische Unterstützung! Diese beiden Freunde haben mir all das beigebracht, was ich vom Mentaltraining weiß! Ohne eure Ausbildung hätte ich das nicht so leicht geschafft!

 

Mein innigster Dank gilt vor allem meinem Lebenspartner Klaus, der mich immer unterstützt, aber auch gefordert hat, meinen Eltern, die immer für mich da und stets zuversichtlich waren und meinen Geschwistern, die mich ganz normal behandelt haben und mich stärkten!

Besonders stolz bin ich auf meine beiden Mädls, mit welcher Stärke sie mit meiner Erkrankung umgegangen sind!

Dies alles hat mir sehr viel Kraft und positive Energie gegeben und ganz viel dazu beigetragen, wieder gesund zu werden!

 

Ich freue mich, dass Sie auf meine Seite gefunden haben und wünsche Ihnen alles

erdenklich Gute, Glück und vor allem Gesundheit!

 

Ihre

CLAUDIA BRANTWEINER